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Stammzelltherapie ohne Stammzellen

(Hamburg, 5.2.10) In meinem Buch Der zweite Code äußere ich im Kapitel über Stammzellforschung folgende Prognose: “Sehr wahrscheinlich macht die Epigenetik die Stammzelltherapie eines Tages sogar überflüssig. Wenn die Wissenschaftler nämlich erst gelernt haben, direkt vom epigenetischen Programm einer ausdifferenzierten Zelle in das einer anderen umzuschalten, können sie zum Beispiel eine Hautzelle in eine Nervenzelle verwandeln oder eine Hodenzelle in eine Insulin produzierende Bauchspeicheldrüsenzelle und so weiter.”

Nun – viel früher als ich gedacht hätte – haben Forscher diese Idee tatsächlich erfolgreich in die Tat umgesetzt. Dem deutschen Stammzellforscher Marius Wernig von der Stanford University in Kalifornien, USA, gelang mit seinem Team die direkte Verwandlung von Bindegewebszellen aus der Haut von Mäusen in Nervenzellen. Der Wechsel in ein anderes epigenetisches Programm gelang durch das Einpflanzen dreier Gene in das Erbgut der Hautzellen. Die detektivische Glanzleistung der Forscher war dabei, im Vorfeld die richtigen Gene ausfindig zu machen.

Sowohl der ethisch umstrittene Einsatz embryonaler Stammzellen, als auch die erst seit kurzer Zeit mögliche Herstellung so genannter induzierter pluripotenter Stamm-Zellen (ipS-Zellen) sind nach Ansicht vieler Wissenschaftler zwar weiterhin wichtig für die Grundlagenforschung. Eine Zelltherapie der Zukunft wird aber vermutlich ohne beide auskommen können.

Quelle: Thomas Vierbuchen et al. 2010, Nature Online-Vorabpublikation

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3. Auflage

(Hamburg, 22.1.10) Zu meiner großen Freude ist in diesem Monat die dritte Auflage meines Buchs über Epigenetik (Der zweite Code) erschienen – kein halbes Jahr nach der ersten Auflage. Darin konnte ich endlich auch zwei peinliche Fehler korrigieren, für deren Berichtigung vor der Drucklegung der zweiten Auflage wegen des riesigen Erfolgs des Buches in den ersten zwei Wochen (und weil ich verreist war) keine Zeit geblieben war. Nun besteht die RNA aus Nukleotiden und Insulin senkt den Blutzuckerspiegel.

Sollten Ihnen, liebe Leser, auch in dieser Auflage noch Fehler auffallen, oder sollten Sie Fragen oder Anregungen haben, schreiben Sie mir bitte. Für meine Kontaktdaten, bitte hier klicken.


TIME-Titelgeschichte

(Hamburg, 11.1.10) Gestern erhielt ich eine aufregende Email des amerikanischen Top-Epigenetikers Randy Jirtle. “Epigenetics has now made it to the cover of TIME magazine”, schreibt er. Und tatsächlich: Die USA-Ausgabe des wohl weltweit bekanntesten Nachrichtenmagazins macht mit einer DNA auf, die sich nach oben in einen Reißverschluss verwandelt. Daneben prangt ein Text, der fast wörtlich aus meinem neuen Buch Der zweite Code übersetzt sein könnte: “Why Your DNA isn’t your destiny. The new science of epigenetics reveals how the choices you make can change your genes – and those of your kids.” Nur zum Vergleich hier ein Ausschnitt aus meinem Klappentext: “Gene bestimmen nicht alles. Deren Aktivität lässt sich steuern, und zwar nicht zuletzt durch unseren Lebenswandel. Damit besitzen wir eine bislang ungeahnte Macht über unser körperliches und seelisches Wohlergehen – und das unserer Kinder.”

Auch das Fazit der Titelgeschichte entspricht exakt der Grundthese meines Buches: “For decades, we have stumbled around massive Darwinian roadblocks. DNA, we thought, was an ironclad code that we and our children had to live by. Now we can imagine a world in which we can tinker with DNA, bend it to our own will. It will take geneticists and ethicists many years to work out all implications, but be assured: the age of epigenetics has arrived.

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Sucht als epigenetisches Phänomen

(Hamburg, 8.1.10) Ist Sucht ein epigenetisch gesteuertes Phänomen? Eric Nestler glaubt ja: “Eine wachsende Zahl an Belegen unterstreicht, dass die stabilen Änderungen der Genaktivität in den betroffenen Nervenzellen des Belohnungssystems zumindest zum Teil auf epigenetischen Mechanismen beruhen.” So zitiere ich den amerikanischen Psychiater in meinem Buch Der zweite Code. Damals hat er sich noch recht vorsichtig ausgedrückt. Doch nun hat sein Team eine neue Studie mit Mäusen im Fachblatt Science publiziert und damit einmal mehr bestätigt, dass die Epigenetik bislang hält, was wir uns von ihr für die Zukunft versprechen.

Häufiger Kokainkonsum führt danach zur Unterdrückung der so genannten Histonmethyltransferase G9a. Diese verändert die Histone genannten “Verpackungsproteine” an der DNA der Nervenzellen der Nuclei Accumbentes – und damit die Aktivierbarkeit vieler Gene. Dadurch schalten die Zellen in diesen Belohnungszentren in ein anderes Programm um. Sie verzweigen sich leichter, was das Nervensystem in Zukunft empfänglicher für die Droge Kokain macht. Die Grundlage für eine bleibende Abhängigkeit ist gelegt. Die epigenetische Maschinerie – in diesem Fall vertreten durch das oben erwähnte Enzym, dessen Namen ich nicht noch einmal wiederholen möchte – spiele also eine “bedeutsame Rolle bei der Langzeitwirkung von Kokain” schreiben die Forscher.

(Alle Säuger haben übrigens anders als der gebräuchliche Name Nucleus Accumbens vermuten lässt, zwei Belohnungszentren, denn unser Hirn besteht aus zwei Hälften. An dieser Stelle bitte ich um Entschuldigung, dass ich in den ersten Auflagen meines Buches den falschen Plural verwendet habe. Der Fehler, auf den mich ein paar besonders aufmerksame Leser dankenswerterweise hingewiesen haben, wurde inzwischen korrigiert.)

Quelle: Science Bd. 327, S. 213

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Vortragsreihe “Epigenetik” in Hamburg

(Hamburg, 27.11.09) Der Naturwissenschaftliche Verein in Hamburg veranstaltet derzeit eine öffentliche und kostenlose Vortragsreihe zur Epigenetik. Die empfehlenswerten Vorträge zu äußerst spannenden Themen beginnen Donnerstags um 18 Uhr im großen Hörsaal des Zoologischen Instituts und Museums – genau dort, wo vor fast 15 Jahren meine Disputation stattfand.
Die verbleibenden Termine:

  • 3.12.09: Prof. Dr. Albert Jeltsch, Jacobs University Bremen, über Imprinting. (Verschoben auf den 28.1.2010)
  • 10.12.09: Prof. Dr. Rainer Renkawitz, Universität Gießen, über unser Genom als “epigenetischen Flickenteppich”.
  • 21.01.10: Dr. Clarissa Gerhäuser, DKFZ, Heidelberg, über “Epigenetik, Ernährung und Krebsprävention”.

Für eine Terminvorschau meiner eigenen Vorträge und Lesungen bitte hier klicken.


Unheimlich

(Hamburg, 2.11.09) So langsam wird es mir etwas unheimlich. Und Sie, geschätzte regelmäßige Leser dieser Seite, wird es allmählich vielleicht etwas langweilen. Aber wer will es mir verübeln, dass ich mich freue und einmal mehr verkünde: Es gibt schon wieder ein erwähnenswert positives Lob aus kompetenter Feder für mein neues Buch Der zweite Code. Dieses Mal stammt es von den Machern des Magazins business bestseller, die jeden Monat Zusammenfassungen dreier aktueller Sachbücher herausgeben, die sie für besonders wichtig halten.

Eines dieser business bestseller summaries widmet sich im November meinem Buch über Epigenetik und kommt zum Ende einer achtseitigen Zusammenfassung zu dem Fazit: “Dieses Buch ist Entdeckungsreise und Lehrstunde der modernen Biologie zugleich – spannender und gleichzeitig verständlicher kann man Epigenetik kaum erläutern.” Der Informations- und Neuigkeitswert des Buches wird mit je 5 von 5 möglichen Punkten bewertet. Alle anderen Kriterien (Praxisorientierung, Gliederung, Verständlichkeit und Lesefreude) erhalten 4 von 5 Punkten. Danke!

Wer weiterlesen will, findet das gesamte Fazit unter den inzwischen erfreulich zahlreichen Pressestimmen zum zweiten Code. Bitte hier klicken.


Eines der wichtigsten Sachbücher des Herbstes

(Hamburg, 15.10.09) Die FAZ hat zur Frankfurter Buchmesse die zehn wichtigsten Sachbücher des Herbstes ernannt. Und zu meiner großen Freude ist Der zweite Code dabei. Ich bedanke mich für diese außerordentliche Anerkennung und starte nun besonders motiviert nach Frankfurt.

Ab morgen Abend stürze ich mich dann ins Buchmessen-Getümmel. Wer mich und das Thema Epigenetik dort erleben will, kann dies übrigens am Samstag, den 17.10. um 13 Uhr beim Autorengespräch der Frankfurter Rundschau in Halle 3.0, Stand B157, tun.

Weitere Veranstaltungen mit mir finden Sie, wenn Sie hier klicken.


Nobelpreis

(Hamburg, 7.10.09) Zum Ende der Einleitung meines neuen Buchs schreibe ich: “Gut möglich, dass einer der vielen Forscher, die ich in diesem Buch zitiere, die ich in ihren Labors besucht oder mit denen ich mich am Rande von Kongressen unterhalten habe, eines Tages ebenfalls den Nobelpreis bekommt. Gönnen würde ich es allen.”

Dass es allerdings so schnell gehen würde, hätte ich nicht gedacht: Am Montag wurde bekannt, dass Elizabeth Blackburn gemeinsam mit Carol Greider und Jack Szostak dieses Jahr den Nobelpreis für Medizin erhalten. Geehrt werden exakt jene Arbeiten über Telomere und Telomerase über die ich in meinem Buch berichte.

Aus diesem Anlass habe ich den Beginn des Kapitels “Von Telomeren und Telomerase” nun auch in meine Leseproben aufgenommen. Bitte hier klicken


Ehrung für Epigenetiker

(Hamburg, 24.09.09) Vorgestern erhielt einer der weltweit führenden Epigenetiker und Stammzellforscher einen der wichtigsten deutschen Preise für biomedizinische Forschung: Rudolf Jaenisch vom Whitehead Institute in Cambridge, USA, und Professor für Biologie am Massachusetts Institute of Technology (MIT) bekam den Ernst Schering Forschungspreis 2009. Vielleicht folgt nun ja auch in ein paar Jahren der Nobelpreis, so wie es Christiane Nüsslein-Volhard einst gelungen ist ;-).

Ich gratuliere Herrn Jaenisch jedenfalls herzlich zu diesem hochverdienten Erfolg. Gerne erinnere ich mich an das freundliche und lange Interview zurück, das er mir vergangenes Jahr in Berlin gab. Viele seiner Anmerkungen haben Eingang in mein Buch Der zweite Code gefunden. Es wäre ohne seine Hilfe sicher weniger spannend geworden.

Einen Artikel über Teile unseres Gesprächs und seine aktuelle Forschung finden Sie übrigens neuerdings in meinen Arbeitsproben. Bitte hier klicken.


Dank an die Leser

(Hamburg, 21.09.09) Es ist überwältigend: Mittlerweile erhalte ich fast täglich Emails von Lesern meines neuen Buchs. Vielen DanK dafür, vor allem, weil Sie nicht mit Lob sparen. Typisch sind zum Beispiel diese Worte eines Orthopäden und Rheumatologen aus Frankfurt: “Ich danke Ihnen für die übersichtliche und spannende Darstellung des Standes der Forschung auf dem Gebiet der Epigenetik, das für uns Ärzte in den nächsten Jahren wahrscheinlich eine überragende Bedeutung bekommen wird.”

Ganz ausdrücklich möchte ich mich auch bei jenen bedanken, die mich auf zwei äußerst bedauerliche Fehler aufmerksam gemacht haben. Auf Seite 45 erkläre ich die Insulinreaktion falsch. Hier müsste Glukagon statt Insulin stehen. Und auf Seite 58 ff. schreibe ich, die RNA würde aus Aminosäuren bestehen. Das ist natürlich vollkommener Quatsch! RNAs bestehen aus Nukleotiden – und das weiß ich eigentlich auch. Hier habe ich offensichtlich zu unkonzentriert gearbeitet, wofür ich um Entschuldigung bitte.

In den folgenden Auflagen werden die Fehler selbstverständlich korrigiert. Wohltuend ist, dass fast alle Leser und Rezensenten, denen diese Dinge aufgefallen sind, sie mir nicht übel nehmen. Das sei nicht so wichtig, schreibt ein Psychologie-Professor, weil es nicht zum wesentlichen Inhalt des insgesamt so hervorragenden Buchs gehöre. Und ein Internist aus Wuppertal benennt zwar die Fehler, schreibt aber gleich dazu, dass ich das natürlich selber wisse. So viel Vertrauen tut gut.

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Erste Lesung / Standardwerk

(Hamburg, 04.09.09) Die erste Veranstaltung zu meinem neuen Buch Der zweite Code findet am 9.9. im abc Buchhaus Hoheluft in Hamburg statt. Für genaue Infos, bitte hier klicken.

Außerdem freue ich mich gerade über eine Besprechung im Magazin Bücher. Dort steht über den zweiten Code unter anderem: “Ein Standardwerk – nur zu empfehlen!”

Für weitere Pressestimmen bitte hier klicken.


Neu auf YouTube

(Hamburg, 02.09.09) Dank einer Aktion von Freys Bücherdienste stelle ich seit kurzem auf YouTube meine zwei neuesten Bücher vor.
Ich kann mir das nicht anschauen, aber vielleicht haben Sie Interesse? Bitte hier klicken.

Mit einem herzlichen Dankeschön an Birgitt Frey.


Email aus den USA

(Hamburg, 24.08.09) Kürzlich bekam ich eine Email aus den USA, von Randy Jirtle, einem der weltweit bekanntesten Epigenetiker. Er bedankt sich für die Zusendung meines neuen Buches. (Ich hatte ihn lange interviewt und bin an vielen Stellen auf unser Gespräch und seine Forschung eingegangen). Außerdem hoffe er, es sei eine englische Ausgabe in Planung.

Tatsächlich sucht Rowohlt natürlich einen Verlag, der das Werk auf Englisch herausbringen möchte. Und nun gibt es sogar ein neues, besonders gutes Verkaufsargument: Randy Jirtle wäre nämlich bereit, ein Vorwort zu schreiben, für das Buch, das er selbst so beschreibt: The Second Code, the first popular book on epigenetics.”

Hoffentlich wird was draus!

Für weitere Infos zum “zweiten Code”, bitte hier klicken.


Viel passiert

(Hamburg, 18.08.09) Als mein neues Buch eine Woche auf dem Markt war, habe ich mich in den Urlaub verabschiedet und konnte deshalb auch diese Netzseiten nicht mehr aktualisieren. Nun stehe ich vor einem äußerst angenehmen Problem: In den vergangen Wochen ist so viel positives passiert, dass ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll.

Die Nachfrage nach dem Buch war sofort nach Erscheinen so groß, dass es schon zwei Wochen auf der Spiegel-Bestsellerliste verbracht hat, auf den Plätzen 32 und 44. Inzwischen ist bereits die zweite Auflage erschienen. Die erste ist weitgehend ausverkauft.

Viele der Experten, mit denen ich mich während der Recherchen unterhalten hatte, schickten mir Emails und lobten den Inhalt: “Das, was ich daraus schon gelesen habe, liest sich sehr gut!” schreibt zum Beispiel Bernhard Horsthemke. Joachim Bauer schreibt: “Ein ganz tolles Buch!” Dirk Hellhammer aus Trier berichtet, mein Buch habe unter den Psychobiologen an seiner Universität in Trier bereits einen kleinen “Fanclub”. Auch Andreas Plagemann aus Berlin und – was mich ganz besonders freut – Randy Jirtle aus den USA schickten Glückwünsche.

Selbst die erste Leserpost ist bereits eingetroffen. Sie ist fast nur positiv und ich möchte mich an dieser Stelle schon mal vorab bei allen bedanken, die mir ihre Eindrücke und Ideen geschildert haben. Ich werde versuchen, schon bald individuell zu antworten. Besonders freute mich die Email eines 69-jährigen Arztes für Allgemeinmedizin, deren Wortlaut ich hier gerne zitiere: “Gratulation zu Ihrem hervorragend geschriebenen Buch! Sie haben die molekularen Zellstrukturen erklärt, die mir nun nach Ende meines Berufslebens eine Deutung zahlreicher Erkrankungen ermöglichen. Mit Spannung werde ich nun die Entwicklungen auf dem Feld der Epigenetik verfolgen und was Sie noch zu diesem Thema zu sagen haben werden.”

Unter den vielen neuen Pressestimmen, für die ich ja eigentlich eine eigene Rubrik habe, möchte ich hier nur eine, ganz besonders freundliche zitieren. Anne von Blomberg schreibt auf Readme.de: “Für mich ist ‘Der zweite Code’ ein Whauuu!-Buch, weil das Lesen meine gehirninterne Produktion von Glückshormonen steil in die Höhe getrieben hat. Ich bin sicher: Jedem, der sich auch nur ein bisschen für neue medizinisch-biologische Erkenntnisse und die davon zu erwartenden Anwendungsmöglichkeiten interessiert, wird es genauso gehen.”

Für weitere Infos zum Buch, Termine, Pressestimmen, Leseproben und Inhaltsverzeichnis bitte hier klicken.


Rezension im Spiegel

(Hamburg, 20.07.09) Wer hätte das gedacht? Mein neues Buch ist noch keine Woche auf dem Markt und schon erschienen die ersten Rezensionen in wichtigen Medien. Der Spiegel und Deutschlandradio Kultur haben den “zweiten Code” zum Thema gemacht. Mir bleibt zunächst nur, tief durchzuatmen – und zu genießen. (Und ich bedanke mich natürlich bei den Rezensenten.)

“Das aufstrebende Fach, genannt Epigenetik, verändert den Blick auf Krankheiten und Süchte, auf Charaktermerkmale und Lebensgewohnheiten. Wo das alles hinführt, ist noch kaum abzusehen, und die Materie ist nicht ganz unkompliziert. Umso erfreulicher, dass Spork auf Verständlichkeit und Übersicht großen Wert legt. Sein Buch ist eine kundige Einführung in die wundersamen Weiten der Epigenetik.”
Der Spiegel

“Peter Spork liefert eine verständliche Übersicht über eines der spannendsten und leider auch kompliziertesten Forschungsfelder moderner Wissenschaft. Er stellt Zusammenhänge her, die selbst vielen Experten nicht bewusst sind. Der Fokus der Wissenschaft, aber auch vieler Medien, auf das Genom hat dazu geführt, das Erbgut als Kontrollinstanz des Lebens wahrzunehmen. Mit dieser verengten Sichtweise räumt Peter Spork gründlich auf. Für Laien ist sein Buch nicht immer leicht zu lesen. Wer sich jedoch auf seine gelungenen Erklärungen molekularer Hintergründe einlässt, erhält viele nützliche Informationen und einen neuen Blick auf den eigenen Körper. Seite für Seite liefert dieses Buch gute Gründe, sein Leben aktiv zu gestalten. Denn wir sind eben nicht die Sklaven unserer Gene.”
Michael Lange, Deutschlandradio Kultur

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Die ersten Stimmen

(Hamburg, 16.07.09) Heute habe ich das erste veröffentlichte Urteil zum neuen Buch “Der zweite Code” entdeckt. Es stammt vom Professor für Wissenschaftsgeschichte und bekannten Wissenschaftsautor Ernst Peter Fischer. Er schreibt in seinem ScienceBlog: “Wer sich für das neue Denken der Genetiker interessiert, findet Auskunft in dem schönen Buch ‘Der zweite Code’ von Peter Spork, dem wir bereits ein herrliches ‘Schlafbuch’ verdanken.“

Vielen Dank, Herr Fischer.

Sehr gefreut habe ich mich auch über eine Email von Prof. Dr. Dirk Hellhammer, Psychobiologe an der Universität Trier. Er schreibt: “Ganz, ganz herzlichen Glückwunsch zum neuen Epigenetikbuch! Der zweite Code ist eine wunderbare Einführung in die Epigenetik!

Auch Ihnen vielen Dank, Herr Hellhammer.

Ich hoffe natürlich, dass schon bald weitere Stimmen folgen. Am Sonntag, den 19.7. um 11:33 h sendet zum Beispiel das Deutschlandradio Kultur eine Besprechung.

Neue Stimmen tauchen dann möglichst rasch auf der Seite mit Pressestimmen auf (bitte hier klicken).


Ein wunderbares Gefühl

(Hamburg, 26.06.09) Vor zwei Tagen zog ich eines der ersten druckfrischen Exemplare des neuen Buches “Der zweite Code” aus dem Briefkasten. Ein wunderbares Gefühl! Ich hielt das Resultat von zwei bis drei Jahren Arbeit in Händen. Und es fühlte sich gut an: ein außergewöhnliches Buch, das schon auf den ersten Blick neugierig macht, zudem richtig schön und überzeugend geworden ist. Es ist das erste populärwissenschaftliche Buch über Epigenetik, das es meines Wissens gibt. Ich hoffe sehr, der Inhalt hält, was das Äußere verspricht.

Dem Verlag und seinen Helfern sei an dieser Stelle von Herzen gedankt. Rowohlt hat sich wirklich viel Mühe gegeben und das Buch mit Liebe gestaltet. Christof Blome hat es hervorragend lektoriert. Die Agentur Anzinger / Wüschner / Rasp hat einen tollen Umschlag entworfen. Manfred Witt hat die schwierige Aufgabe übernommen, ein Autorenfoto zu machen, das sogar richtig gut gelungen ist – so das Urteil meiner Frau, das in diesem Fall sicher viel kompetenter ist als meine eigenes.
Eine besondere Überraschung wartet übrigens auf den Leser, wenn er den Schutzumschlag entfernt.

Ich habe die Gelegenheit genutzt, nun auch das Inhaltsverzeichnis und ein paar Leseproben online zu stellen. Bitte hier und hier klicken


Rettet den Tagi

(Hamburg, 11.06.09) Seit vielen Jahren schreibe ich regelmäßig für den Zürcher Tages-Anzeiger. Ich schätze diese Zeitung sehr – vor allem die gut recherchierten und aktuellen Wissenschaftsseiten. Doch jetzt will der Verlag sparen: Er entließ ungefähr ein Viertel der Redaktion, und auch freie Mitarbeiter müssen um ihre Aufträge bangen. Wie Hohn klingt die Vorgabe, dass die verbliebenen Redakteure eine qualitativ bessere Zeitung machen sollen. Wie das funktionieren soll, konnte mir bisher noch niemand erklären – noch nicht mal die sonst so fähigen Wissenschaftsredakteure, die eigentlich immer eine Antwort parat haben.

Wer gegen diese laut Tamedia-Verlag “wirtschaftliche Notwendigkeit” protestieren möchte, kann sich auf der Seite rettet-den-tagi.ch in eine Liste eintragen. Ich habe das gestern gemacht. Übrigens: Der Verlag soll im vergangenen Jahr 105,8 Millionen Schweizer Franken Gewinn erwirtschaftet haben.

Allerdings würde es mich sehr freuen, wenn Sie vorher noch etwas auf meinen eigenen Seiten surfen, zum Beispiel bei meinem neuen Buch, das in einem Monat erscheint (bitte hier klicken) oder bei den Arbeitsproben, unter denen sich viele Artikel finden, die so oder so ähnlich auch im Tagi erschienen sind. Bitte hier klicken.


www.der-zweite-code.de ist online

(Hamburg, 28.04.09) Noch sind es fast drei Monate, bis mein neues Buch, Der zweite Code, erscheint. Die ersten Druckfahnen halte ich dennoch bereits in Händen, und so viel möchte ich schon heute verraten: Sie erhöhen meine Vorfreude auf den Termin gewaltig.
Für alle, die darauf genauso ungeduldig warten wie ich, habe ich jetzt immerhin die ersten Internetseiten mit ein paar Infos zum zweiten Code online gestellt (bitte hier klicken oder www.der-zweite-code.de ins Browser-Fenster eingeben). Außerdem finden Sie Angaben über Veranstaltungen zur Epigenetik, die ich passend zum neuen Buch in mein Programm aufgenommen habe (bitte hier klicken)

Und es gibt noch ein paar weitere Neuerungen auf meinen Netzseiten: Ältere Texte auf dieser Homepage landen nun in einem Archiv, zu dem Sie am Ende dieser Seite gelangen. Auch über frühere Termine von mir können Sie sich jetzt informieren: in der neuen Rubrik Terminarchiv. Zu guter Letzt hat meine Webdesignerin Janne Schultz die Kopfzeilen der Seiten Vorträge + Lesungen überarbeitet, zu denen auch das Terminarchiv gehört. Dabei hat sie vor allem Fotos von einer Lesung im Goldbekhaus, Hamburg, eingebaut.
Für die Erlaubnis, diese Fotos hier zu veröffentlichen, bedanke ich mich bei Astrid Jawara und Solvey Schönknecht.
Bei Janne Schultz (pflegeleicht design) und Arne Brodowski bedanke ich mich für die gelungene Überarbeitung der Website.


Lesetipps von Quarks & Co

(Hamburg, 03.04.09) Am 31.3. beschäftigte sich der Kollege Ranga Yogeshwar in einer sehr gelungenen und informativen Folge seiner Fernsehsendung Quarks & Co mit Schlaf und Chronobiologie (Wiederholung am 4.4. und im webTV des WDR).

Mich hat natürlich sehr interessiert, welche Bücher seine Redaktion im Internet und im Skript der Sendung empfiehlt. Und siehe da: Als einzige von sieben vorgestellten Büchern erhielten mein Schlafbuch und mein Buch über Chronobiologie, Das Uhrwerk der Natur, das Prädikat “Empfehlenswert!”. Das Schlafbuch sei ein “gut lesbarer Rundumschlag zum Thema Schlaf (…) verständlich und mit leichter Feder geschrieben.” Und Das Uhrwerk der Natur sei ein “beachtenswertes Büchlein zum Thema Chronobiologie (…) gut geschrieben, basiert auf zahlreichen wissenschaftlichen Untersuchungen und erleichtert das Verständnis durch viele Abbildungen.”

Vielen Dank, lieber Herr Yogeshwar und liebe Quarks & Co-Redaktion. Wenn Sie Interesse haben, bitte ich meinen Verlag, Ihnen ein Rezensionsexemplar meines nächsten Buches, Der zweite Code, zuzuschicken. (Es erscheint im Juli, und mehr Info dazu finden Sie im folgenden Text.) Mein Stil scheint Ihnen ja offenstichtlich zu gefallen. Und das Thema Epigenetik dürfte für Ihre Sendung auch von großem Interesse sein.

Für weitere Stimmen zum Schlafbuch, bitte hier klicken.
Für weitere Stimmen zum Buch über Chronobiologie, bitte hier klicken.


Der zweite Code

(Hamburg, 18.12.08) Endlich ist der aktuelle Vorschaukatalog von Rowohlt erschienen. Ich kann also aller Welt verkünden, wie mein nächstes Buch heißt und wovon es handelt:

“Der zweite Code. Epigenetik – oder wie wir unser Erbgut steuern können.”

Klingt vielversprechend, nicht wahr? Und sieht vielversprechend aus:

Erstverkaufstag ist übrigens der 17. Juli 2009. Und für alle, die mit dem Begriff Epigenetik (noch) nicht so viel anfangen können, hier schon mal der Ankündigungstext des Verlags:

Epigenetik – die Wissenschaftsrevolution des 21. Jahrhunderts.
Warum macht die einen krank, was die anderen gesund hält? Wie ist es möglich, dass noch die Enkel von Rauchern oft kürzer leben als andere? Warum prägt es den Charakter von Kindern, welche Erfahrungen sie und ihre Eltern kurz vor und nach der Geburt machen? Die Antwort darauf liefert ein neuer Forschungszweig, die Epigenetik. Sie beschäftigt sich mit molekularbiologischen Schaltern, die entscheiden, welche Gene eine Zelle benutzen kann und welche nicht. Ihre revolutionäre Erkenntnis: Die Schalter schenken den Zellen ein Gedächtnis. Umwelteinflüsse können dieses Gedächtnis verändern. Und es wird mitunter sogar vererbt. Das bedeutet, dass der genetische Code unser Leben nicht bis ins Kleinste vorherbestimmt. Vielmehr können wir durch den Lebensstil unsere Konstitution und unsere Persönlichkeit verändern.
Peter Spork erklärt anschaulich und verständlich die Grundlagen dieser Wissenschaft und ihre weit reichenden Konsequenzen. Er zeigt, warum emotionale Zuwendung so wichtig für Kinder ist. Welche Möglichkeiten sich der Medizin bieten, um bislang unheilbare Krankheiten zu kurieren. Und was jeder selber tun kann, um gesund zu bleiben und möglichst alt zu werden.

Der renommierte US-amerikanische Epigenetiker Randy Jirtle sagt: „Die Basis der meisten Leiden ist die Epigenetik. Denn Krankheiten entstehen nun mal leichter durch eine falsche Regulation der Gene als durch falsche Gene selbst.“

Da ich derzeit an den letzten Kapiteln des Buches schreibe, habe ich keine Zeit, meine Website an die Neuerscheinung anzupassen. Das mache ich in aller Ruhe im Frühjahr. So lange müssen Sie hier also noch auf ausführlichere Infos zum “zweiten Code” warten.

Vorbestellen können Sie das Buch natürlich dennoch schon, zum Beispiel bei amazon.de: Der zweite Code.


Das Schlafbuch ist jetzt viersprachig

(Hamburg, 10.11.08) In den letzten Wochen ist das Schlafbuch auf Italienisch, Griechisch und Ungarisch erschienen. Ich finde es ganz schön spannend, wie unterschiedlich die Verlage die Titel gestaltet haben.

Die russische Ausgabe lässt noch etwas auf sich warten.

Für weitere Infos zum Schlafbuch, auch zu den ausländischen Ausgaben, bitte hier klicken.


Wie die Natur tickt

(Hamburg, 12.10.08) Vor kurzem habe ich im Rahmen des Hamburger Lesefestes Seiteneinsteiger im Goldbekhaus einen neuen Vortrag für Kinder präsentiert. Es war ein toller Erfolg und hat viel Spaß gemacht.
Doch sehen Sie selbst:


(Fotos: Solvey Schönknecht / Astrid Jawara)

Das Programm, das aus Powerpoint-Vortrag mit vielen schönen Bildern, Lesung und Quiz besteht, heißt “Wie die Natur tickt. Spannendes und Kurioses aus der Welt der Bio-Uhren für Kinder ab zehn.”
Es ist an mein Buch “Das Uhrwerk der Natur” angelehnt, aus dem ich auch ein paar Passagen vorlese.

Für weitere Infos zu meinen Vorträgen und Lesungen bitte hier klicken.


Leserpost

(Hamburg, 17.9.08) Als diese Website im Februar ins Netz fand, schrieb ich hier folgendes: “Auf diesen Seiten möchte ich mich und meine Arbeit vorstellen. Ich freue mich über jedes Feedback, auch zu meinen Büchern und Artikeln. Anregungen, Wünsche, Fragen? Schreiben Sie mir: info@peter-spork.de"

Jetzt ist es tatsächlich geschehen: Ein Leser des Schlafbuchs hat geschrieben – und einen Autor glücklich gemacht. Ich erlaube mir, aus der Zuschrift zu zitieren:

“Endlich bin ich (m, 34, immer noch “Eule”) rehabilitiert! Weil ich abends/nachts nie ins Bett wollte und morgens nicht aus den Federn kam, musste ich 20 Jahre lang Sprüche wie “Morgenstund hat Gold im Mund” hören. Und ertragen, dass ich von Eltern, Freunden und meiner Frau als faul, “Palm-Esel” (Letztaufsteher der Familie am Palmsonntag) etc. bezeichnet wurde. Seitdem ich das Schlafbuch verschlungen habe weiß ich, dass mein schlechtes Gewissen unnötig war. Vormittags schlafen, abends lernen oder arbeiten und danach noch feiern ist für “Eulen” wie mich völlig normal!! Zwar haben sich meine Kritiker kaum für meine Erkenntnisse aus dem Schlafbuch interessiert. Sie glauben, ich wolle mich nur “rausreden”. Aber egal, Hautsache ich weiß es jetzt besser und vor allem: Ich bin jetzt selbstbewusster beim (Lang)schlafen und stehe übrigens – nach einer der im Buch aufgeführten Regeln – früher auf, wenn ich schon mal zufällig aufwache. Vielen, vielen Dank für dieses tolle Buch, Sie haben mir große Freude und einen Gewinn fürs Leben bereitet!!!”

Danke, lieber Leser!!!


Top-2-Wissenschaftsbuch

(Hamburg, 5.9.08) Auch Sachbuchautoren freuen sich, wenn ihre Werke gelobt werden. Meine Begeisterung über die Nachricht einer Redakteurin des Zürcher Tages-Anzeigers, für den ich regelmäßig schreibe, ist also nur zu verständlich: Das Schlafbuch hält sich schon seit Wochen in einer Liste der besten zehn Wissenschaftsbücher, die die ebenfalls in Zürich erscheinende Sonntagszeitung publiziert. Zuletzt war es zwei mal hintereinander auf Platz zwei, ließ prominente Konkurrenz wie Oliver Sacks (Der einarmige Pianist) oder Richard David Precht (Wer bin ich – und wenn ja wie viele?) hinter sich.

Nun ja – die Schweizer waren mir immer schon sehr sympathisch.

Für weitere Infos zum Schlafbuch bitte hier klicken.

Die Empfehlungsliste finden Sie übrigens auch bei www.buch.ch (aber vorher bitte noch etwas auf meinen Seiten surfen).


Gute Nachricht für Sparfüchse

(Hamburg, 23.7.08) Eigentlich sollte die Taschenbuchausgabe meines Schlafbuchs erst im August in die Buchhandlungen kommen. Doch gerade habe ich entdeckt, dass sie schon bei vielen Händlern vorrätig ist. Sparfüchse haben also Glück. Sie bekommen den gleichen Inhalt für exakt den halben Preis. Ich habe sogar an ein paar Stellen leicht aktualisiert und besonders spannende Forschungsergebnisse aus den Jahren 2007 und 2008 eingebaut. (Viel zu wenig, um von einer echten Überarbeitung zu sprechen.)
Die gebundene Ausgabe ist natürlich viel schöner. Aber ihr fehlen die Zitate auf der Rückseite, auf die ich schon ein wenig stolz bin:

“Das muss man gelesen haben!”
Manuel Andrack

“Schlafen macht schlau. Das Lesen dieses Buches auch.”
Hessischer Rundfunk

“Dieses Buch wird auch Ihr Leben verändern. Sie werden leben, um zu schlafen.”
FAZ

Und der neue “Klappentext” ist auch nicht schlecht:
“Warum schlafen wir? Und was passiert, wenn wir zu wenig schlafen? Können wir im Schlaf lernen? Peter Spork löst das große Rätsel Schlaf und gibt wertvolle Tipps gegen die häufigsten Schlafstörungen.”

Zugegeben: Das Rätsel Schlaf gelöst habe ich natürlich noch nicht. Aber wer mein Buch gelesen hat, kennt zumindest die möglichen Lösungen und kann sich seine eigene Meinung bilden.

Wollen Sie das Buch bestellen? Dann bitte hier klicken.

Wollen Sie noch mehr über Das Schlafbuch erfahren, weitere Pressestimmen oder Leseproben lesen? Dann bitte hier klicken.


Von Schlafhunger und ausgelebten Träumen

(Hamburg, 30.6.08) Haben Sie sich schon mal gefragt, wer nachts an Ihrer Süßigkeitenschublade war und in die ungeöffnete Schokoladenpackung gebissen hat? Hoffentlich haben Sie nicht gleich mit Ihren Kindern oder dem Hund geschimpft, denn Sie waren vielleicht selbst der Täter. Bei manchen Schlafwandlern spielt während eines nächtlichen Ausflugs auch das Appetitzentrum im Gehirn verrückt und sie bekommen einen unbändigen Kohldampf. Die Experten sprechen in solchen Fällen von Somnophagie – Schlafhunger.

Das Schlafwandeln – auch Somnambulismus genannt – ist ein kaum erforschtes Leiden. Bei Kindern ist es häufig und meist ungefährlich. Es verschwindet für gewöhnlich mit der Pubertät. Bei Erwachsenen kann es allerdings ein Alarmsignal für ernste Krankheiten sein. Schlafwandler wandeln nur im Tiefschlaf und man kann sie kaum wecken. Die Arme strecken sie nicht vor, und Träume leben sie auch nicht aus. Wer das tut, hat eine verwandtes Problem, die REM-Schlaf-Verhaltensstörung.

Solche und viele andere Erkenntnisse finden sich in meiner neuesten Arbeitsprobe, einem Artikel über das Schlafwandeln, den mehrere deutsche Tageszeitungen im Frühjahr 2008 veröffentlicht haben.

Direkt zur Arbeitsprobe? Bitte hier klicken.


Achtung: Neue Anpfiffzeit

(Hamburg, 28.5.08) Damit auch eingefleischte Fußballfans sich über die positiven Seiten ausreichenden Schlafs informieren können, haben wir den “Anpfiff” meines Vortrags in Hamburg am Donnerstag, den 26.6. von 20:00 Uhr auf 19:30 Uhr vorverlegt. Nun bin ich zwar nur noch Vorprogramm, aber dafür kann auch ich im Anschluss das zweite EM-Halbfinale auf der Leinwand des HTHC-Clubhauses genießen.
Die deutsche Mannschaft wird übrigens auf jeden Fall am Mittwoch spielen – vorausgesetzt sie kommt so weit.

Wie zeitgemäß das Thema des Vortrags Das Rätsel Schlaf – warum wir schlafen und wieso Sportler besonders auf ausreichenden Schlaf achten sollten gerade in EM-Zeiten ist, unterstreicht ein Zitat aus dem heutigen Tagesspiegel: “Jeder Nationalspieler hat seine eigene Matratze bekommen, die ihn aus dem Trainingslager auf Mallorca mit ins EM-Quartier am Lago Maggiore begleiten wird. Das Besondere an dieser Matratze ist, dass sich ihr Härtegrad mit einer Fernbedienung individuell bestimmen lässt, damit die Spieler schlafen wie zu Hause in ihrem eigenen Bett (…) Oliver Schmidtlein, der Fitnesstrainer der Fußball-Nationalmannschaft, sagt: “Schlafen ist das wichtigste Thema bei der Regeneration.”

Weitere Infos zum Vortrag im folgenden Beitrag.


Vortrag in Hamburg

(Hamburg, 7.5.08) Viele Bekannte und Freunde aus dem Hamburger Raum haben mich gefragt, wann ich denn noch mal in meiner Heimatstadt über die neuesten Erkenntnisse der Schlafforschung berichte. Sie hätten den Vortrag bisher verpasst und würden das Versäumte gerne nachholen. Nun gibt es eine neue Chance: Am 26. Juni um 19:30 Uhr im Clubhaus des Harvestehuder Tennis und Hockeyclubs, Barmbeker Straße 106. Hier die Ankündigung:

Wer die Nacht nach einer Tennis-Trainerstunde nicht schläft, hat das Geld zum Fenster rausgeworfen. Das Gehirn speichert die neu geübte Aufschlag-Variante nämlich nicht ab. Und wer die Woche vor einem wichtigen Hockeyspiel immer wieder zu spät zu Bett geht oder zu früh aufsteht, wird seiner Mannschaft wenig nützen: Ein unausgeschlafener Körper regeneriert sich nicht, ein müdes Gehirn ist entscheidungsschwach und reagiert zu langsam.
Dies sind nur zwei der vielen spannenden Erkenntnisse der modernen Schlafforschung. Viel zu langsam spricht sich herum, wie wichtig ausreichender Schlaf für unsere Leistungsfähigkeit ist. Besonders fatal: Wir merken meist gar nicht, wie unausgeschlafen wir sind. Selbst wenn Körper und Geist durch zunehmenden Schlafmangel schwächer werden, fühlen wir uns immer noch nicht übermüdet.
Viele Leistungssportler haben den Schlaf als legales, natürliches Doping entdeckt. Nicht umsonst lässt Jürgen Klinsmann beim FC Bayern München Ruheräume für den Mittagsschlaf der Fußballprofis einrichten. Doch auch Freizeitsportler, die sich fit und jung halten wollen, sollten ihr Hobby nicht gegen das Schlafbedürfnis ausspielen. Wer zu wenig schläft, wird schneller alt. Überspitzt formuliert macht Schlafmangel dick, dumm und krank.
Der Eintritt ist kostenlos (Spenden sind aber möglich). Ich empfehle eine telefonische Voranmeldung bei der Clubhaus-Gastronomie, Karl Deglow, Tel.: 040-272954. Es besteht die Möglichkeit, während des Vortrags zu essen (sehr lecker!), zu trinken – und zu schlafen.
Nach dem Vortrag heißt es aber aufwachen: Dann wird das zweite Halbfinale der Fußball-EM übertragen.

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Das Schnarchbuch auf Polnisch

(Hamburg, 19.4.08) Über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten – aber schmunzeln wird hoffentlich erlaubt sein. Ich habe jedenfalls ziemlich geschmunzelt, als ich vergangene Woche mein Schnarchbuch auf Polnisch zugeschickt bekam.
So sieht es aus:

Die Zielgruppe scheinen Frauen von schnarchenden Männern zu sein. Ich kann mir zumindest nicht vorstellen, dass ein männlicher Schnarcher freiwillig zu diesem Band greift.

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Sieben Monate Schlafentzug

(Hamburg, 31.3.08) Es ist mal wieder so weit. Gestern wurde die Uhr umgestellt. Unsere inneren Uhren müssen sich erneut der so genannten Sommerzeit unterwerfen. Ich bin unausgeschlafen, versuche aber trotzdem zu beschreiben, warum die alljährliche Zeitumstellung grober, gesundheitsgefährdender Unfug ist:

Chronobiologen fanden heraus, dass helles, morgendliches Tageslicht das Tempo der inneren Uhren beschleunigt, abendliches Licht diese jedoch abbremst. Wenn wir also oft genug und halbwegs gleichmäßig über den Tag verteilt ans Licht gehen und halbwegs durchschnittliche innere Uhren haben, stellen sich unsere biologischen Rhythmen automatisch auf den 24-Stunden-Tag ein.
Die Zeitumstellung raubt uns allen aber Tag für Tag morgens eine Stunde Licht, das sie uns erst abends zurückgibt. Und weil die Mehrheit von uns eher zur Kategorie der eulenhaften Abendmenschen gehört, hat eben diese Mehrheit ein Problem: Die inneren Uhren erhalten die falschen äußeren Zeitsignale, und das übrigens nicht nur direkt nach der Zeitumstellung sondern jeden Tag erneut – so lange die Sommerzeit andauert. Wir werden deshalb jeden Abend nicht rechtzeitig müde und müssen uns (fast) jeden Morgen viel zu früh vom Wecker aus dem Schlaf reißen lassen. Sieben Monate kontinuierlicher Schlafentzug sind die Folge – von heute an, bis zum 26. Oktober, wenn die Uhren endlich wieder zurückgestellt werden.
Der Münchner Chronobiologie-Professor Till Roenneberg nennt dieses Phänomen übrigens treffend den sozialen Jetlag. Und er fand heraus, dass Menschen umso eher zu Zigaretten greifen, je größer ihr sozialer Jetlag ist. Nur gut, dass sich immerhin 62 Prozent der Deutschen gegen die Sommerzeit aussprechen.
Ich hoffe die Politiker folgen ihnen rasch.

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Warum gähnen wir?

Diese Frage muss ich im Anschluss an meine Schlafbuch-Vorträge oft beantworten – was mich regelmäßig ins Stottern bringt. Denn bislang gibt es nur ein paar mehr oder weniger schlüssige Theorien zum Zweck des Gähnens. Bewiesen ist keine. Die gängigste These ist schlicht falsch: Es sei widerlegt, dass Gähnen beim Ausgleich eines Sauerstoffmangels helfe, schreiben Nicola Kuhrt und Irene Meichsner in ihrer “W-Fragen”-Kolumne, die regelmäßig im Kölner Stadt-Anzeiger erscheint und jetzt in Buchform herausgegeben wurde: “Denn auch ein Baby im Mutterleib gähnt, obwohl es den Sauerstoff ja stetig frei Haus durch die Nabelschnur bezieht.”
Andere Theorien besagten, das Gähnen helfe beim Wärmeaustausch, “pumpe kühleres Blut ins Gehirn”, rege den Kreislauf an oder sorge für Druckausgleich im Mittelohr. Da muss die Gähnforschung wohl noch etwas nachlegen, um überzeugendere Antworten zu liefern.
Das Buch von Kuhrt und Meichsner, “Warum kriegt der Specht kein Kopfweh”, das viele ähnlich knifflige und verblüffende Leserfragen informativ und augenzwinkernd beantwortet, kann ich jedenfalls sehr empfehlen. Oder wissen Sie schon, warum der mittlere Finger immer am längsten ist, wieso nasse Lappen besser putzen als trockene, wie ein Popel entsteht, was ein Tag auf der ISS kostet oder warum Tesafilm nicht auf der Rolle klebt? Hier finden Sie die Antworten.

Den Weg zur Internet-Seite von “Warum kriegt der Specht kein Kopfweh” finden Sie auf meiner Link-Seite (hier klicken – aber vorher bitte noch etwas auf meinen Seiten surfen).
(Hamburg, 19.3.08)


Schlaf als Entspannung im Wahlkampf

Politiker, Manager und Fernsehmoderatoren geben gerne an, sie bräuchten kaum Schlaf und hätten deshalb besonders viel Zeit zum Arbeiten. Leider dürfte darunter ihre Leistung leiden. Amerikanische Forscher fanden schon vor einigen Jahren heraus, dass unsere geistigen Fähigkeiten immer weiter nachlassen wenn wir kontinuierlich, Nacht für Nacht, zu wenig schlafen. Unser Schläfrigkeitsgefühl lässt uns fatalerweise im Stich und suggeriert uns schon nach drei Nächten mit zu wenig Schlaf, wir würden gar nicht mehr müder werden. Wer zu wenig schläft wird immer dümmer, merkt aber nichts davon und hält sich womöglich auch noch für besonders schlau.
Auch dass es zum guten Ton gehört, wichtige Verhandlungen bis tief in die Nacht auszudehnen, ist aus schlafwissenschaftlicher Sicht ungeschickt. Nach 17 Stunden ohne Schlaf schneiden wir in Leistungstests ungefähr so schlecht ab wie mit einem halben Promille Alkohol im Blut. Sind die Politiker morgens um sieben aufgestanden, sitzen sie also schon um Mitternacht „angetrunken“ am Verhandlungstisch. Nach 24 Stunden Schlafentzug sinken ihre Reaktionszeiten gar auf Werte, die sie ausgeschlafen nur mit einer Promille Alkohol im Blut erreichen. Nicht auszudenken, wie gut es unserer Republik ginge, wäre Schlafmangel kein Statussymbol.
Hamburgs Erster Bürgermeister Ole von Beust hat übrigens vorgemacht, dass es auch anders geht: Auf die Frage, wie er im Wahlkampf am besten entspanne, antwortete er, indem er früh zu Bett gehe und viel schlafe. Am Wahltag selbst erschien er erst um 10.30 Uhr im Wahllokal. Er hatte laut Hamburger Abendblatt endlich noch mal so richtig ausgeschlafen. Bravo!

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(Hamburg, 26.2.08)


Ruhige Nächte senken den Blutdruck

Manche Schnarcher meinen ja noch immer, sie täten ihrer Umwelt mit den nächtlichen Konzerten einen Gefallen. Nun haben ihre Partner ein neues Argument, sie vom Gegenteil zu überzeugen. Wenn Schnarcher den nächtlichen Lärmpegel verringern, können ihre Partner vielleicht das Blutdruck senkende Medikament absetzen.
Wer im Schlaf geräuschvoll und schwer atmet, erhöht damit nämlich nicht nur den eigenen Blutdruck sondern auch den der “Passivschnarcher”. Das fand ein internationales Forscherteam in einer Studie heraus, die die Auswirkungen von Fluglärm auf den Blutdruck schlafender Menschen auswertete (Hypertension and Exposure to Noise Near Airports Study, HYENA).
Es zeigte sich, dass ein Anstieg des Fluglärms um zehn Dezibel – was einer Verdoppelung der Lautstärke entspricht – das Risiko für Bluthochdruck bei den Anwohnern um 14 Prozent erhöht. Lautes Schnarchen des Partners oder der Partnerin hatte ähnliche Folgen.

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(Hamburg, 17.2.08)


Andracks Geheimtipp

“Viel lesen ist das A und O einer guten Allgemeinbildung’, sagt Manuel Andrack, Redaktionsleiter der Show ‘Schmidt & Pocher’. Sein Geheimtipp unter den Sachbüchern: ‘Das Schlafbuch’ von Peter Spork. ‘Das muss man gelesen haben, wir schlafen schließlich ein Drittel unseres Lebens.’ Gewinnen Sie Einblick in die Schlafforschung – und beeindrucken Sie bei der nächsten Konversation.”

Gelesen im Handelsblatt vom 8. Februar 2008.

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Neues Mittel gegen Winterblues

Was machen wir nicht alles, um den negativen Folgen des winterlichen Lichtmangels zu entgehen: Frustshoppen, Gänse essen, Glühwein trinken, zu viel arbeiten – alles Dinge die nicht wirklich gegen den Winterblues helfen, schon gar nicht gegen seine krankhafte Form, die saisonabhängige Depression.
Chronobiologen haben längst gezeigt, dass wir unsere düstere Stimmung besser mit einem täglichen Spaziergang unter freiem Himmel aufhellen können – zur Not auch mit einer speziellen Lichttherapielampe. Denn reichlich helles Licht verstärkt unsere inneren Rhythmen und lässt sie wieder in harmonischem Miteinander schwingen. Das bringt die gute Laune zurück und kann gegen so manche Ein- und Durchschlafstörung helfen.
Soviel zu einer der vielen spannenden, neuen Erkenntnisse aus der Welt der Biologie, die ich in meinen Büchern und Artikeln beschreibe. Ich habe allerdings in den vergangenen Wochen einen anderen, nicht minder effektiven Trick gegen frustrierend kurze Wintertage gefunden. Ich sammelte Texte für meine Website und füllte etwa 80 Din A-4-Seiten mit Inhalt. Mehr Licht hat mir das zwar nicht beschert, aber ein tolles Erfolgserlebnis: Jetzt, da das Ergebnis endlich online ist, bin ich mächtig stolz.
Ein Riesendank geht natürlich an Janne Schultz und Arne Brodowski, die die Hauptarbeit erledigten: Sie haben das Design und die Programmierung der Website gemacht – und ich finde, beides ist sehr gut gelungen.

Auf diesen Seiten möchte ich mich und meine Arbeit vorstellen. Ich freue mich über jedes Feedback, auch zu meinen Büchern und Artikeln. Anregungen, Wünsche, Fragen? Schreiben Sie mir: info@peter-spork.de
(Hamburg, 7.2.08)



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