Entwicklung und Alterung: Newsletter Epigenetik 35


Einzelzell-Epigenomik
Wie die Großhirnrinde sich entwickelt.

Alzheimer verstehen
Fortschritte der Demenz-Forschung.

Schwarzer Hautkrebs
Epigenetik verbessert Therapie-Prognose.

Und vieles mehr

(Hamburg, 18.10.2021) Liebe Leser*innen,

die Epigenetik startet mal wieder durch. Sie wissen, es ist nicht das erste Mal, dass ich das schreibe. Da war das Internationale Epigenomprogramm IHEC, da waren die ersten epigenomweiten Assoziationsstudien, kurz EWAS: alles Meilensteine. Und nun folgen System- und Einzelzellbiologie. Erneut zeigt sich, wie wichtig die „Sprache“ ist, in der sich „das Erbe mit der Umwelt unterhält“. Epigenetische Strukturen sagen den Zellen, was sie sind, wie sie sich angesichts steter Herausforderungen entwickeln und welche ihrer Anpassungen sie weitervererben. Dank neuer Computer-Power, verbesserter KI und Hightech-Zellbiologie gelingt es der Forschung inzwischen, diese Botschaften im Gefüge des gigantischen Netzwerks zu verstehen, das die Epigenetik gemeinsam mit Proteinen, Genen, Organ- und Botenstoff-Systemen sowie dem sozialen und psychologischen Umfeld bilden.

Dieser Newsletter zeigt eindrucksvoll, wie die Erkenntnisse eines der wichtigsten Forschungsgebiete unserer Zeit dadurch sehr viel näher an unser Leben heranrücken. Es wird messbar, wie der Lebensstil das Tempo verändert, mit dem wir Altern (S. 5), es werden Marker sichtbar, die uns verraten, ob wir einst im Mutterleib ohne es zu wissen einen eineiigen Zwilling hatten (S. 8), und wir beginnen, Alzheimer und Demenz auf einer völlig neuen, systemischen Ebene zu verstehen, die auf neue Methoden der Früherkennung und Behandlung hoffen lässt (S. 9).

Ein gutes Beispiel ist das maschinelle Lernen. Dieses KI-Verfahren hilft dabei, in riesigen, chaotisch anmutenden Datenmengen verborgene Muster aufzuspüren. Auf epigenetische Daten angesetzt schenkt es uns einen neuen Blick auf den gefährlichen schwarzen Hautkrebs und verbessert die Prognose innovativer Therapien (S. 11). Und es zeigt, wie wir vielleicht schon bald im Blut erkennen können, wenn jemand an Schizophrenie erkrankt ist (S.10).

Leider hat das Erscheinen des immerhin schon 35. Newsletter Epigenetik länger gedauert als geplant. Dafür ist er besonders umfangreich geworden. Einige wichtige Studien mussten dennoch unerwähnt bleiben, zum Beispiel darüber, wie die Epigenetik erklärt, dass Weichmacher im Plastik den IQ von Kindern beeinflussen können, wie die Faltung des Chromatins bei manchen Pflanzen bestimmt, wann sie mit der Blüte starten, oder wie ein bestimmtes Protein namens BANP erkennt, ob eine CpG-Insel in der DNA methyliert ist oder nicht und daraufhin als Transkriptionsfaktor Gene an- oder ausschaltet.

Tipps, wie vielleicht auch Sie dafür sorgen können, dass die Ausgabe Nr. 36 wie geplant im Februar/März 2022 erscheinen kann, finden Sie auf Seite 12. Doch zunächst wünsche ich viel Spaß beim Lesen und sage Danke, dass Sie dem Newsletter Epigenetik treu bleiben.

Erneut habe ich versucht, viele spannende Informationen für Sie zusammenzustellen. Bitte empfehlen Sie den Newsletter weiter oder verlinken auf die Website newsletter-epigenetik.de. PDFs des aktuellen sowie aller früheren Newsletter können Sie dort herunterladen, aber natürlich auch auf diesen Netzseiten.

Der Nachdruck und/oder eine Veröffentlichung des Newsletters im Internet sind ohne meine Genehmigung auch in Auszügen nicht gestattet. Bitte melden Sie sich im Zweifelsfall einfach bei mir.

Nominiert

(Hamburg, 05.10.2021) Mit großer Freude habe ich entdeckt, dass mein neues Buch Die Vermessung des Lebens für die Auszeichnung als Wissenschaftsbuch des Jahres nominiert wurde. Die Jury des renommierten Preises hat es in der Rubrik Medizin/Biologie auf die Longlist gewählt (Danke!). Jetzt heißt es Daumendrücken, dass das Buch über Systembiologie wie mein vergangenes Werk Gesundheit ist kein Zufall den Sprung auf die Shortlist schafft. Dann wären Sie, liebe Leser*innen gefragt, und dürften es online zum Siegertitel wählen.

Radiovorträge

(Hamburg, 20.07.2021) Schon vier Mal hat mich der Südwestrundfunk eingeladen für die Sendung SWR2 Aula einen knapp 30-minütigen Vortrag zu halten: im Jahr 2011 zur Epigenetik, 2015 zur unausgeschlafenen Gesellschaft, 2017 zu einem neuen Verständnis von Gesundheit als Generationen überschreitenden Anpassungsprozess und nun zu meinem neuen großen Thema: der Systembiologie.

Wenn Sie Interesse haben, klicken Sie sich gerne weiter zum Vortrag Systembiologie | Wie Krankheiten von Grund auf geheilt werden könnten. Und auch der Vortrag Epigenetik und Gesundheit aus dem Jahr 2017 ist noch im Netz. Sie können die Beiträge übrigens auch herunterladen und jederzeit als Podcast hören.

Vortrag zur Systembiologie

(Hamburg, 18.06.2021) Ende Mai durfte ich für den Naturwissenschaftlichen Verein in Hamburg einen Online-Vortrag über Systembiologie halten. Natürlich habe ich darin auch mein neues Buch Die Vermessung des Lebens vorgestellt. Es führt allgemeinverständlich in die Welt der Systembiologie ein und entwirft dabei die Vision eines Lebens in Gesundheit. Den rund 60-minütigen Vortrag können Sie seit heute auf meinem YouTube-Kanal verfolgen.

Weitere Infos zu meinen Vorträgen finden Sie hier.

 

„Horizonterweiterung“

(Hamburg, 14.04.2021) Die ersten Stimmen zum Buch Die Vermessung des Lebens treffen ein. Michael Lange urteilt für DLF Kultur: Peter Spork „schreibt lebendig und eindringlich. Seine Begeisterung für die Systembiologie ist auf jeder Seite spürbar.“ Hans Durrer setzt sich im Blog Bücher und Bilder kritisch mit den Inhalten auseinander, lässt sich aber von den Argumenten überzeugen. Sein Fazit: „Ein engagiertes Plädoyer für einen Perspektivenwechsel sowie eine willkommene und notwendige Horizonterweiterung.“ So darf es gerne weitergehen.

Viele weitere Infos rund ums neue Buch – inklusive Video und Leseprobe – finden Sie hier. Die ersten Online-Buchpräsentationen sind für den 16. und 20. Mai geplant. Am 18. April trete ich zudem beim Saarländischen Rundfunk in der Sendung Fragen an den Autor auf. Das erste Radio-Interview, das ich unlängst dem SWR2 gegebe habe, können Sie jederzeit hier nachhören.

Vermessung des Lebens

(Hamburg, 17.02.2021)_ Ende März erscheint endlich mein neues Buch. Die Vermessung des Lebens führt allgemeinverständlich in die Welt der Systembiologie ein und entwirft dabei die Vision eines Lebens in Gesundheit. Auf den Seiten zum Buch finden Sie schon jetzt eine Leseprobe, das vollständige Inhaltsverzeichnis sowie eine Auswahl von Zitaten aus dem Buch. Selbstverständlich können Sie das Buch auch heute schon in jeder Buchhandlung vorbestellen.

Schon seit Jahrzehnten vermessen Systembiolog*innen weitgehend unbemerkt das Leben und berechnen die Zukunft von Lebewesen. Sie sagen deren mögliches Schicksal voraus. Die Antworten der Systembiologie, die meist auf sehr komplexen mathematischen Formeln basieren, helfen uns, die beste aller möglichen Zukünfte auszuwählen, indem wir gezielt auf diese hinleben. Damit eröffnet uns die Wissenschaft eine wunderbare Chance: Sie wird uns erlauben, mit dem Besten zu rechnen.

Weltweit forschen Wissenschaftler*innen mit Hochdruck daran, den menschlichen Körper ganzheitlich zu verstehen, von der kleinsten Zelle bis zum gesamten Organismus, von der Psyche bis zum Umwelteinfluss. Ihre Erkenntnisse wachsen täglich – und werden die Medizin revolutionieren. Erfahren Sie mehr.

TV-Gespräch zum Schlaf

(Hamburg, 28.12.2019) Gemeinsam mit der Moderatorin Ariane Alter und dem Schlafmediziner Clemens Heiser war Peter Spork zu Gast in der Sendung ARD Alpha Thema Gespräch. In der halbstündigen TV-Sendung ging es um das Thema: Guter Schlaf – er wär so schön. Weitere Infos zum vorgestellten Buch Wake up finden Sie hier. Für Hinweise auf weitere Termine bitte hier klicken.

 

Fragen Sie Peter Spork

(Hamburg, 20.08.2020) „Wie sieht der perfekte Mittagsschlaf aus?“ und „Beeinflusst die Epigenetik das Übergewichtsrisiko?“ So lauten die neuesten rund fünf Minuten langen Videos im YouTube-Kanal „Fragen Sie Peter Spork“. Dort beantwortet der Buchutor und Redner Fragen seiner Leser*innen. Es geht um Epigenetik, Schlaf, Chronobiologie, Alterung, Stress, Gesundheit oder das Schnarchen. Der Kanal gehört zu Peter Sporks Online-Magazin Erbe&Umwelt: Was Gesundheit und Persönlichkeit prägt. Derzeit sind zwanzig Antworten online, etwa: „Warum wäre die ganzjährige Sommerzeit so schlimm?“, „Wie wirkt Sport auf unsere Zellen?“ oder „Wie gesund ist polyphasischer Schlaf?“ In den nächsten Wochen kommen weitere hinzu, zum Beispiel zur Frage „Was ist eigentlich Imprinting?“ Sollten auch Sie eine Frage haben, schicken Sie bitte eine E-Mail.

Was Sie schon immer über Chronobiologie wissen wollten

(Hamburg, 28.07.2020) Leben ist Rhythmus. Leben ist Musik. Die Erde ist durchdrungen vom Lauf der Gestirne, der die Zeit in Jahre, Monate und Tage teilt. Seine Takte vorauszuahnen, ist für Organismen ein unschätzbarer Vorteil, so dass fast jedes Wesen sein physiologisches Geschehen einem zyklischen Muster unterwirft. Es hilft, bei Sonnenaufgang schon aktiv zu sein oder vor dem ersten Frost in Winterschlaf zu fallen. Und natürlich folgt auch der Mensch unbewusst den Rhythmen seiner unzähligen inneren Uhren, die allesamt verbunden sind zu einem hochkomplexen Räderwerk des Zeitgefühls.

Erfahren Sie mehr im neuen Schwerpunkt Chronobiologie meines Online-Magazins Erbe&Umwelt bei RiffReporter.de. In vier ausführlichen Lesestücken führe ich ein in die Wissenschaft der inneren Uhren und Kalender. Der erste Beitrag (20 Minuten Lesezeit) ist kostenlos. Darin liefere ich einen kurzen Abriss der Geschichte der Chronobiologie, von einem bahnbrechenden Experiment im Jahre 1729 bis zum Medizin-Nobelpreis 2017. Im zweiten Teil (28 Minuten Lesezeit), geht es um die faszinierendsten Rhythmen des Menschen und der Natur. Sie wiederholen sich alle 50 Minuten, 14,76 Tage oder 13 Jahre. Es gibt sogar einen 120-Jahres-Rhythmus und vielleicht eine Lebensuhr. Die Teile drei und vier erscheinen am 4. und 11. August. Darin beantworte ich die Fragen, warum Lebewesen ünerhaupt innere Uhren benötigen und wie diese gebaut sind.

Vielleicht ist jetzt also der richtige Zeitpunkt, endlich ein Abonnement von Erbe&Umwelt abzuschließen? Und falls Sie sich für Wake up! interessieren, mein aktuelles Buch über Chronobiologie, dann bitte hier entlang.

TV-Gespräch zur Epigenetik

(Hamburg, 29.10.2019) Gemeinsam mit Johannes Huber war Peter Spork unlängst zu Gast in der Sendung ARD Alpha Thema Gespräch. In der halbstündigen TV-Sendung ging es um das Thema: Faszination Epigenetik – Vom Gedächtnis der Gene. Weitere Infos zum vorgestellten Buch Gesundheit ist kein Zufall finden Sie hier. Für Hinweise auf weitere Termine bitte hier klicken.

 

Was Sie schon immer über Epigenetik wissen wollten

(Hamburg, 27.02.2020) Die Epigenetik gilt als eines der wichtigsten Forschungsgebiete unserer Zeit. Vielleicht sind gerade deshalb so viele Halbwahrheiten und Falschmeldungen zu diesem Thema im Umlauf. Der neue Schwerpunkt in meinem Online-Magazin Erbe&Umwelt bei RiffReporter, möchte klarstellen, was Epigenetik wirklich kann – und was nicht. Zum Übersichtsbeitrag des Schwerpunkts, Was Sie schon immer über Epigenetik wissen wollten, gelangen Sie hier.

Ein erster, kostenloser Beitrag soll möglichst knapp und laienverständlich erklären, Was Epigenetik überhaupt ist. Was sind epigenetische Strukturen? Warum hat sie die Natur erfunden? Wofür sind sie gut? Was können sie leisten, und was nicht? Zum Lesen bitte hier entlang

Ein zweiter Artikel geht richtig in die Tiefe. Es ist eine ausführliche Einführung in die Welt der Epigenetik mit Literaturverweisen und vielen wissenschaftlichen Details. Darin geht es um das zelluläre Gedächtnis für Umwelteinflüsse, um epigenetische Schalter und Dimmer, um den neuen Blick auf Gesundheit und die Entstehung vieler Krankheiten sowie um perinatale Programmierung und transgenerationelle epigenetische Vererbung. Dieser Text richtet sich an interessierte Laien und Fachleute aus allen Disziplinen der Medizin, aber auch der Psychologie, Pädagogik, Gesundheitswissenschaften und Soziologie. Er ist vollständig lesbar für Erbe&Umwelt ​Abonnent*innen (2,99 EUR pro Monat) sowie Inhaber*innen einer RiffReporter ​Flatrate oder nach einer Einmalzahlung von 3,49 EUR. Für die Lektüre bitte hier entlang.

Für weitere Infos zu meinem aktuellen Buch Gesundheit ist kein Zufall, das beschreibt, warum uns die Epigenetik einen neuen Blick auf Gesundheit schenkt, bitte hier entlang.

Zehn Sprachen

(Hamburg, 10.09.2019) Meine Bücher sind inzwischen in zehn Sprachen übersetzt. Nicht alle in jede Sprache, aber drei bis vier Sprachen pro Buch sind es teilweise schon. Dazu gehören Italienisch, Griechisch, Russisch, Polnisch, Niederländisch und Koreanisch. Jetzt kommt Chinesisch hinzu. Mein Buch Wake up! Aufbruch in eine ausgeschlafene Gesellschaft erscheint dieser Tage im Programm des taiwanesischen Verlags Business Weekly. Ich freue mich vor allem über das schöne Cover. Es zeigt sowohl die Eule als auch die Lerche. Sie stehen symbolisch für die besonders frühen und besonders späten Chronotypen. Eine Gesellschaft, die mehr Rücksicht auf solche Menschen nimmt, die etwas langsamer oder etwas schneller ticken als der Durchschnitt, wäre ausgeschlafener und damit produktiver, glücklicher und gesünder.

Möchten Sie mehr über das Buch erfahren sowie weitere darin enthaltene Ideen entdecken, wie uns das Wissen der Chronobiologie zu mehr Schlaf und Gesundheit führen kann, dann klicken Sie bitte hier.

Peter Spork bei ARD alpha

(Hamburg, 10.06.2017) Welche TV-Sendung hatte bereits Papst Benedikt XVI. (damals noch Joseph Kardinal Ratzinger), Richard von Weizsäcker, Senta Berger, Madeleine Albright, Christiane Hörbiger, Desmond Tutu, Roland Berger oder Mario Adorf zu Gast? Genau: Das ARD alpha-Forum. Es war für mich also eine große Ehre, dort eingeladen gewesen zu sein. Mein 45-minütiges Gespräch mit Moderatorin Agnieszka Schneider über mein neues Buch Gesundheit ist kein Zufall können Sie sich hier noch immer anschauen.

Für weitere Infos zum Buch, klicken Sie bitte hier.
Hinweise auf weitere Termine finden Sie hier.


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